„Wir müssen der Wandel sein,
den wir in der Welt zu sehen wünschen.“
(Mahatma Gandhi)

Trott-war – mehr als eine Zeitung

Der gemeinnützige und mildtätige Verein Trott-war bietet durch den Verkauf der gleichnamigen Straßenzeitung Menschen mit geringem Einkommen eine Perspektive. Das monatlich erscheinende Blatt wirft einen kritischen Blick auf aktuelle Themen des Arbeitsmarkts und der lokalen Sozialpolitik. Es geht unter die Haut mit berührenden Porträts von Menschen am Rand unserer Gesellschaft und informiert erfrischend anders.  

Derzeit ist unsere Zeitung in über 20 Städten im Südwesten Deutschlands erhältlich, darunter Stuttgart, Ulm, Heidelberg, Reutlingen, Tübingen, Aalen und viele andere. Das Heft erscheint jeden Monat, kostet 2,60 Euro und wird in einer Auflage von knapp 30.000 Exemplaren gedruckt. Verlag und Redaktion haben ihren Sitz in Stuttgart-West in der Falkerstraße. Die Artikel schreiben fest angestellte und freie Journalistinnen und Journalisten sowie interessierte Verkäuferinnen und Verkäufer.

Das Konzept „Straßenzeitung“

Nach amerikanischem Vorbild erschien die erste Straßenzeitung „Big Issue“ in London 1990. Trott-war erschien als vierte deutsche Straßenzeitung erstmalig 1994.

Der Trott-war e. V. ist ein eigenständiges Sozialunternehmen und erhält keine Zuschüsse von öffentlicher Hand. Alle Personalkosten sowie Kosten für die Angebote, die wir Verkaufenden machen, werden durch den Verkauf unserer Zeitung, durch Anzeigen, Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Dadurch ist Trott-war unabhängig und nicht an Vorgaben von Geldgebern gebunden.

Wir bei Trott-war sind stolz, einige Verkäuferinnen und Verkäufer sozialversicherungspflichtig angestellt zu haben, die in den Stuttgarter Stadtgebieten, im Umland und den Außenstellen die Straßenzeitung verkaufen. Sie verdienen ihr eigenes Geld und zahlen nun Steuern statt wie bisher von Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II abhängig zu sein. Zu Urlaubs- und Krankengeld kommt ein Fahrtkostenzuschuss und ab der zweiten Stufe des Festanstellungsmodells leistet Trott-war einen Zusatzbeitrag zur Altersvorsorge seiner Verkaufenden. Zudem sind ein tägliches Frühstück, eine Kleiderkammer, Zuschüsse zu medizinischen Hilfen wie Zahnersatz und Sehhilfen, vielfältige Alltagshilfen und Sozialberatung für unsere Zeitungsverkäuferinnen und -verkäufer kostenfrei.

Trott-war-Verkaufende können zudem von unserem Wohnprojekt profitieren, einer Kooperation mit der Stuttgarter Wohnungsbaugenossenschaft SWSG und dem Wohnungsamt. Dieses Projekt schließt auch Umzugshilfe und das Organisieren von größeren Sachspenden mit ein. Weitere Projekte, mit denen Trott-war in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, sind das Trott-war-Theater und die Alternative Stadtführung.

Trott-war arbeitet nach dem Prinzip „Beteiligen statt nur versorgen“. So können die Verkaufenden in regelmäßigen Versammlungen ihre Kritik und Vorschläge einbringen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Selbstwertgefühl von Menschen durch Beschäftigungsmöglichkeiten zu stärken und ihnen berufliche und persönliche Perspektiven zu bieten.

Sylvia Rizvi
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